Arbeit macht müde, bringt aber Geld

Wenn wir uns Gedanken um den Nachwuchs machen, dann sollten wir auch darauf achten, wie wir mit unseren Kindern über die Arbeit sprechen. Die Generation Y sitzt zum Abendbrot bei uns zu Hause am Tisch.

Marion_Proft_-didacta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was uns müde macht, ist doch nicht die Tatsache, dass wir arbeiten. Was uns müde macht, uns ärgert und frustriert ist nicht die Ausführung unserer Arbeitsaufgabe. Wenn wir unsere Fähigkeiten einsetzen können, Erfolg haben und vor allem die Arbeitsbedingungen das zulassen, dann empfinden wir Freude bei der Arbeit. Das, was uns aber oft (sogar in einem Job, der uns Spaß macht) verloren geht, ist die Wahrnehmung dessen, was uns gut gelingt, was wir können und wann wir wirklich erfolgreich waren.

All das wird überlagert von Missmanagement, Führungsschwäche, Sinnlosigkeit, mangelndem Feedback und all das, was uns täglich am Verhalten anderer Menschen nervt, sei es nun Chef, Kunde oder Kollege. Mein Bild sollte einfach nur dazu anregen, den alltäglichen Frust, Stress und die Unzufriedenheit nicht als beherrschendes Gefühl und Thema nach Hause zu bringen. Es macht mich oft betroffen, wie viele Coachingstunden meine Klienten brauchen, um in sich wieder das Gefühl hervorzurufen, dass sie etwas gut können und gute Arbeit leisten. Aber das braucht man, um seinen Kindern von seiner Arbeit zu erzählen. Das Verhältnis zur Arbeit, zum Beruf und zur Wirtschaft entwickelt sich vom ersten Berufswunsch an – und warum sollte man nicht andere Wünsche haben, außer Manager zu werden. Was aber leider in der Beliebtheitsskala ganz weit oben ist, richtig, wegen dem Geld.

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