Arbeit macht müde, bringt aber Geld

Wenn wir uns Gedanken um den Nachwuchs machen, dann sollten wir auch darauf achten, wie wir mit unseren Kindern über die Arbeit sprechen. Die Generation Y sitzt zum Abendbrot bei uns zu Hause am Tisch.

Marion_Proft_-didacta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was uns müde macht, ist doch nicht die Tatsache, dass wir arbeiten. Was uns müde macht, uns ärgert und frustriert ist nicht die Ausführung unserer Arbeitsaufgabe. Wenn wir unsere Fähigkeiten einsetzen können, Erfolg haben und vor allem die Arbeitsbedingungen das zulassen, dann empfinden wir Freude bei der Arbeit. Das, was uns aber oft (sogar in einem Job, der uns Spaß macht) verloren geht, ist die Wahrnehmung dessen, was uns gut gelingt, was wir können und wann wir wirklich erfolgreich waren.

All das wird überlagert von Missmanagement, Führungsschwäche, Sinnlosigkeit, mangelndem Feedback und all das, was uns täglich am Verhalten anderer Menschen nervt, sei es nun Chef, Kunde oder Kollege. Mein Bild sollte einfach nur dazu anregen, den alltäglichen Frust, Stress und die Unzufriedenheit nicht als beherrschendes Gefühl und Thema nach Hause zu bringen. Es macht mich oft betroffen, wie viele Coachingstunden meine Klienten brauchen, um in sich wieder das Gefühl hervorzurufen, dass sie etwas gut können und gute Arbeit leisten. Aber das braucht man, um seinen Kindern von seiner Arbeit zu erzählen. Das Verhältnis zur Arbeit, zum Beruf und zur Wirtschaft entwickelt sich vom ersten Berufswunsch an – und warum sollte man nicht andere Wünsche haben, außer Manager zu werden. Was aber leider in der Beliebtheitsskala ganz weit oben ist, richtig, wegen dem Geld.

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Nachwuchsgewinnung ist keine Shoppingtour

Geld

 

 

 

 

 

Suche Azubi biete Auto, gern auch Smartphone oder Laptop. Heute nachzulesen auf Karriere.de. Nur vor den bekannten Ergo-Angeboten schreckt man bei der Azubi-Anwerbung noch zurück. Diese durch Siemens erprobten, zwar spaßbringenden aber wenig nachwuchsfördernden, Incentives behält man sich für die nächste Karrierestufe der Auszubildenden, wahrscheinlich für den Einzug ins Management vor.
Ansonsten ist das Konzept schlüssig. Wir motivieren unsere Kinder mit Geld zum Lernen und kaufen sie uns dann nach Schulabschluss als Lehrling. Wie gut den Schülern der Schulabschluss tatsächlich gelungen ist, ist nicht so wichtig, wir haben ja keine Wahl mehr. Das geben wir den Bewerbern gern auch mit auf den Weg. Also, wer da nicht zugreift, hat von seinen Eltern nichts gelernt. Das Gute an der Erziehung ist ja, dass man genau das bekommt, was man erzogen und ausgebildet hat. Man kann nur hoffen, dass wir unseren Kindern doch noch ein bisschen soziale Verantwortung vorgelebt haben, denn es gibt Berufsgruppen, denen es gar nicht gut geht. Dieser Umstand kann auch unseren Schülern nicht verborgen bleiben. In Berlin zumindest streiken die Lehrer in dieser Woche. Dass zeitgleich die Abiturprüfungen laufen, ist für die Schüler nur von Vorteil. Damit steigt die Chance, beim Schummeln nicht erwischt zu werden. Das wiederum haben sie ja schon von ihrer ehemaligen Bildungsministerin gelernt. Dass viele Lehrer über die Sommermonate in Hartz IV entlassen werden, hat aber damit nichts zu tun, das liegt nur am fehlenden Geld und ist seit Jahren üblich.
Vielleicht gründen die gut situierten Lehrlinge zukünftig eine Initiative zur Unterstützung ihrer ehemaligen Lehrer. Sie könnten zum Beispiel den ausgedienten Laptop oder das zweite Smartphone an einen Lehrer spenden. Der könnte dann die Zeit des Streiks oder der unfreiwilligen Sommerpause nutzen, um sich mit der Technik vertraut zu machen. Die Schüler geben bestimmt auch gern Nachhilfe. Einen Nachteil hat die Sache aber, denn die Schüler werden dafür sicher Geld verlangen. Dazu haben wir sie jedenfalls erzogen. Eigentlich brauchen wir gar keine Studien zur „Generation Y“ – wir müssen nur mal darüber nachdenken, was wir an unseren Nachwuchs weiter geben. Falls Sie dennoch daran  Interesse haben, schreiben Sie mir, ich komme gern in Ihr Unternehmen, in Ihre Schule oder in Ihren Elternkreis. Sie werden sehen, unsere Jugend ist besser als ihr Ruf, die wollen sogar eine sinnvolle Arbeit.

Sich zu entscheiden, muss man lernen

Kurzmitteilung

Laut einer heute veröffentlichten Europäischen Bildungsstudie gehen viele Schüler lieber länger zur Schule als eine Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium zu treffen. Sie fühlen sich nicht reif genug für die Wirtschaft, nicht fit genug, um eine Entscheidung zu treffen, nicht informiert genug, um das Gefühl zu haben, ihre Möglichkeiten und Optionen wirklich zu kennen.

„Den Jugendlichen gehe es vor allem darum, sich Wahlmöglichkeiten offen zu halten, sagte Prof. Andreas Walther, Leiter des Projekts «Regulierung von Bildungsverläufen in Europa» ( Goete – Governance of Educational Trajectories in Europe) in Frankfurt. Das deutsche dreigliedrige Schulsystem mache ihnen das aber schwer.Nach dem Ergebnis einer internationalen Studie in acht europäischen Ländern möchten in Deutschland 75 Prozent der Schüler nach der neunten oder zehnten Klasse weiter zur Schule gehen – «auch gegen den Rat von Lehrern» , sagte Walther.“

Eigene Entscheidungen zu treffen, die Konsequenzen für das eigene Leben haben, muss man lernen. Man lernt dies am besten, wenn man frühzeitig von Eltern und Lehrern in Entscheidungen eingebunden wird, wenn man nach seiner Meinung gefragt wird, erst genommen wird und lernt, Verantwortung zu übernehmen.

Das Gefühl, dass einem Lehrer und/oder Eltern ein schulisches Weiterkommen nicht zutrauen, wiegt schwer. Es hinterlässt in manchen Fällen Verletzungen, die man nicht vergisst, auch nicht, wenn man auf dem Zweiten Bildungsweg sein Abitur nachholt.

Tom auf dem Marktplatz Beruf ist Zukunft auf der didacta in Köln

didactaDie didacta startete heute in Köln mit einem Superlativ als „weltweit größte und Deutschlands wichtigste Bildungsmesse. Der Veranstalter spricht von einem „perfekten Überblick“. Na, das ist ganz schön mutig bei dieser Größenordnung. Immerhin werden sich von Dienstag bis Samstag dieser Woche über 100.000 Besucher auf den 73.000 m² tummeln und sich durch die fünf Hallen der Köln-Messe von Stand zu Stand schieben. Es werden rund 800 Aussteller aus 15 Ländern erwartet. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Wenn man bedenkt, dass Bildung in der Kindertagesstätte beginnt und bei der Senioren-Uni endet, gibt es schon ein beachtliches Spektrum für ganz unterschiedliche Zielgruppen. Eigentlich beginnt der Bildungsauftrag ja auch schon viel früher, nämlich bei den Eltern und die werden erfahrungsgemäß auch wieder zahlreich auf der Messe vertreten sein. Spätestens, wenn die Berufswahl des Nachwuchses ansteht, werden sie bekanntlich unruhig. Weiterlesen

Aufstehen! Der FutureSense Blog ist da

Es ist doch immer das gleiche. Entweder hast Du zu wenig Informationen oder es schwirrt schon in Deinem Kopf. In Situationen, in denen Du früher oder später tatsächlich eine Entscheidung treffen musst, ist es bekanntlich besonders schlimm. Dann kannst entweder noch einmal in einem Buch nachlesen oder Dir eine Papiertüte über den Kopf stülpen…

TomWenn es darum geht, Deinen Beruf zu finden, sich zwischen Ausbildung und Studium zu entscheiden und sich um einen Job zu bewerben, dann hilft das meist wenig. Denn diese Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, weder Eltern noch Lehrer oder Ausbilder – auch nicht die besten Freunde oder die Facebook Community.

I like it musst Du schon selber sagen.

So stehst Du ganz allein vor der Frage: Was will ich werden?

Auch der FutureSense:::..Blog kann Dir diese Frage nicht beantworten. Doch er kann Dir helfen, Dir selbst auf die Spur zu kommen, nützliche Informationen zu finden und Dich im Berufs- und Bildungslabyrinth zu orientieren. Hier kannst Du auch einen Blick in die Wirtschaft und in die Zukunft riskieren. Die Geschichten, Beispiele und Vergleiche zu ganz alltäglichen Situationen können Mut machen, endlich von der Liegewiese aufzustehen…

Wenn Du mehr Unterstützung brauchst oder auch einen guten Rat loswerden willst, dann schreibe eine Mail an:  info@futuresense.de

Bis dahin – alles Gute für die Zukunft!