Die Jugend ist Schuld! Sie haben keine Ahnung, keine Lust und kein Benehmen.

Von den Eltern schlecht erzogen, von den Lehrern schlecht gebildet und
vom Leben verwöhnt, kann man sie einfach nicht ausbilden.

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„Weil geeignete Bewerber fehlen, kappt die Wirtschaft Zehntausende Ausbildungsplätze- und verschärft so den Fachkräftemangel.“

Mit dieser Feststellung weckt uns Herausgeber Gabor Steingart heute um 6.45 per E-Mail mit seinem Handelsblatt Morning Briefing. Unter dem Titel „Flucht aus der Ausbildung“ erfährt jeder, der 0,99 € in den Download investiert, dass nur noch jedes fünfte Unternehmen in Deutschland Lehrlinge ausbildet. Im Jahr 2012 waren es 2,2 % weniger als 2011. Auch wenn uns Zahlen bekanntlich nicht wach rütteln, das Bildungsministerium kommt zumindest seiner Verantwortung im Bereich der Statistik nach und recherchiert fleißig. Wenn die erste Aufregung vorbei ist, werden die Ergebnisse auch wie gewohnt veröffentlicht. Inzwischen sickert schon mal die Prognose durch, dass es 2013 bei den Lehrstellen einen weiteren Rückgang um 3% geben wird. Dem folgt ein Aufruf an die Unternehmen, dringend IHRE Lehrstellen zu besetzen um IHREN Fachkräftebedarf zu decken. Der Ball wurde galant abgespielt. Aber nicht angenommen.

Aus Sicht der Wirtschaft geht dieser Appell aber am Kern vorbei: Denn nicht die Firmen tragen die Verantwortung für das sinkende Lehrstellenangebot, sondern die Bewerber, meint DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Gespräch mit dem Handelsblatt und sagt: „Es gibt immer weniger ausbildungsreife Jugendliche. Vor allem Kleinbetriebe monieren, dass sie keine Bewerber haben, Jugendliche nicht qualifiziert sind, oder von sich aus die Lehre abbrechen.“

An dieser Stelle sollten alle Eltern tief durchatmen, ihren Morgenkaffee trinken und sich sagen: Bloß gut, dass mein Kind sich nicht für Wirtschaft interessiert, nicht weiß, was die DIHK ist und auch nicht früh morgens das Handelsblatt liest, sondern in der Schule für die Zukunft, für die Chancen und für die Karriere lernt. Weiterlesen

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